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Jordanien: Ein spontaner Roadtrip voller Kontraste und atemberaubender Natur

  • Autorenbild: Kiki
    Kiki
  • 6. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Jordanien: Ein spontaner Roadtrip voller Kontraste und atemberaubender Natur


Eigentlich steckten wir mitten in den Planungen für unser nächstes ganz großes Abenteuer. Doch dann packte uns die Abenteuerlust und wir entschieden uns für einen spontanen, ereignisreichen Trip nach Jordanien. Das Schöne an unserer neuen Heimat Zypern: Von Paphos aus ist man in gerade einmal einer Stunde Flugzeit in einer völlig anderen Welt!


Ankunft & Der Schock in der Großstadt

Die Anreise war herrlich entspannt. In Paphos waren wir innerhalb von zehn Minuten durch alle Kontrollen, und in Jordanien ging es genauso fix – nach 15 Minuten standen wir bereits auf der Straße. Unser Mietwagen-Verleiher holte uns direkt ab, und die Übergabe lief völlig unkompliziert.



Doch dann kam Amman. Wir müssen ehrlich sein: Die Stadt ist für uns einfach schrecklich. Riesig, laut, voll und leider sehr schmuddelig. Das ist absolut nicht unsere Welt. Wir haben die Stadtbesichtigung direkt gestrichen und sind zum Hotel Rival geflohen, das wir wirklich empfehlen können.


Tipp: In Amman sollte man nur selbst Auto fahren, wenn es gar nicht anders geht!


Wir hatten Glück mit unserem Fahrer, der uns direkt eine kleine Sightseeing-Tour durch die Slums gab (wo wir zu Fuß niemals gelandet wären). Vom Pariser Platz aus spazierten wir zur Rainbow Street.



Dort ist es endlich schöner und entspannter. Nach einer leckeren Pizza ließen wir den Abend gemütlich bei einer Tasse Tee ausklingen.


Über die Berge zum Toten Meer


Am nächsten Morgen hieß es: Raus aus der Stadt, rein in die Natur! Bedingt durch den Ramadan bekamen wir das Frühstück direkt aufs Zimmer serviert. Unser Weg führte uns durch die wunderschöne Landschaft von Al Tal Al Rumman Richtung King Talal Dam.




Es ist faszinierend, wie grün und bergig Jordanien sein kann.

Unsere Highlights auf dem Weg:


Ajloun Castle: Die Festung auf dem Berg Jabal bietet einen gigantischen Blick über das Jordantal bis hin zum Westjordanland und Israel.



Wadi Rayyan: Eine atemberaubende Strecke nach Pella durch Olivenhaine und Täler (Achtung: Hier ist Allrad Pflicht!).

Schließlich erreichten wir das Tote Meer. Das Gefühl, einfach auf dem Wasser zu liegen und nicht unterzugehen, ist unbeschreiblich! Wir übernachteten im Marriott Resort & Spa, Dead Sea. Die Sicherheitsvorkehrungen sind extrem streng, aber das Hotel ist jeden Cent wert.



Burgen, Schluchten und ein kleiner Schockmoment

Weiter ging es entlang des Toten Meeres in Richtung Karak. Die dortige Burg mit ihren unterirdischen Gängen ist absolut "cool" und sehenswert.

In Dana hatten wir kurzzeitig einen Schreckmoment: Wir hielten an der falschen Unterkunft und waren völlig schockiert vom Zustand. Ein kurzer Blick in die Reservierung rettete uns – wir mussten zum Dana Luxury Resort. Dort wurden wir mit einem spektakulären Sonnenuntergang über dem Canyon des Wadi Dana und einem tollen Abendessen belohnt.



Petra: Das Highlight (mit Hindernissen)

Über den Siq al-Barid (Little Petra), ein faszinierendes „Rasthaus“ der alten Karawanen mit erhaltenen nabatäischen Fresken, näherten wir uns dem Höhepunkt der Reise.

Für Petra selbst hatten wir einen Geheimtipp:

Wir nahmen den Shuttle nach Little Petra und wanderten von der „Rückseite“ zum Kloster (Ad Deir). Das spart zwar 800 Stufen bergauf, aber die Strecke durch die einsame, gewaltige Landschaft ist trotzdem anstrengend – und jeden Schweißtropfen wert! Erst am Kloster trafen wir auf die Touristenmassen.



Wichtig für Reisende:

 Besorgt euch vorab den Jordan Pass!

Er enthält das Visum und den Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten, inklusive Petra.


Ungewisse Tage im Gebirge

An meinem Geburtstag änderte sich die Lage plötzlich: Während wir oben am Opfertempel in Petra die Aussicht genossen, hörten wir Sirenen. Später erfuhren wir, dass politische Spannungen zwischen dem Iran und den USA eskaliert waren.



Wir entschieden uns, die Küste im Süden zu meiden und blieben in der Sicherheit der Berge. Da uns das Marriott in Petra leider gar nicht gefiel, wechselten wir ins brandneue Petra Luxury Hotel – ein absoluter Glücksgriff!

Trotz der Sirenen und der ungewissen Fluglage fühlten wir uns in den Bergen nie bedroht. Wir genossen die Zeit in den Wadis und wanderten abseits der Touristenpfade, während wir auf unseren Rückflug warteten.



Fazit

Vier Tage früher als geplant ging es zurück nach Amman. Die Fahrt quer durch das Land war trotz aller Sorgen entspannt und am Flughafen klappte alles reibungslos. Wir konnten sogar noch die Lounge genießen, bevor uns der Flieger sicher zurück nach Zypern brachte.



Jordanien ist ein atemberaubendes Land mit herzlichen Menschen und einer Natur, die einen sprachlos macht. Trotz der Verkürzung steht für uns fest:


Wir kommen wieder!








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