
Oman-Tagebuch Woche 3: Von Canyon-Glück, Schuh-Dieben und dem Ruf der Wüste
- Kiki

- vor 6 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Unsere dritte Woche im Oman war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle – von atemberaubenden Canyons und herzlichen Begegnungen bis hin zu touristischen Enttäuschungen und einem mysteriösen Diebstahl in der Silvesternacht. Hier ist unser Rückblick auf die Etappe von den Bergen
Richtung Wüste.
Nach unseren kulturellen Stopps zog es uns endlich wieder in die Natur.
Unser Ziel: das atemberaubende Wadi Tanuf. Der Canyon hat uns mit einer Ruhe empfangen, die man kaum beschreiben kann. Wir haben uns ein idyllisches Plätzchen für die Nacht gesucht und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.
Kleine Warnung am Rande:
Wir hatten dort unsere erste Begegnung mit einem Skorpion! Keine Panik – diese Tierchen sind zwar giftig, aber eigentlich recht friedlich, solange man sie nicht bedrängt. Sie wohnen fast unter jedem Stein, den man hoch hebt.
Also: Vor dem Schlafengehen oder Schuheanziehen immer einmal kurz checken!
Gipfelstürmer am Jabal al Akhdar
Da die Einheimischen das Wadi schon gegen sechs Uhr morgens fluteten, machten wir uns früh auf zum Jabal al Akhdar . Die Straße auf über 2.000 Meter ist der Wahnsinn – super ausgebaut, aber Achtung: Es gibt Kontrollen! Ohne Allrad (4WD) kommt man hier nicht hoch.
Im Vergleich zum eher urigen Jabal Shams ist der Jabal al Akhdar mittlerweile sehr touristisch geprägt. Überall entstehen neue Resorts. Trotzdem hat sich der Ausflug gelohnt:
• Diana View Point: Ein Muss für das perfekte Panorama-Foto.
• Terrassen-Dörfer: Wir haben ein kleines, verlassenes Dorf erkundet – absolute Empfehlung für Entdecker.
Tipp für die Route: Wer noch höher hinaus will, stößt leider oft auf Militärsperrgebiete. Plant also lieber mehr Zeit für die Dörfer und die Aussichtspunkte ein.
Der Luxus einer Dusche & kulinarische Highlights
Zurück im Hotel war die Dusche das absolute Highlight. Man unterschätzt es oft, aber öffentliche Waschgelegenheiten sind im Oman Mangelware. Da unser Hotel kein Restaurant hatte, haben wir beim einheimischen Grill nebenan zugeschlagen.
Ehrlich, authentisch und einfach lecker! Danach hieß es wie immer: Bilder sortieren, Berichte tippen und – wenn das WLAN mitspielte – die Liebsten daheim grüßen.
Ibra: Frauenpower & Gastfreundschaft
Auf dem Weg Richtung Wüste machten wir Halt in Ibra.
• Frauenmarkt: Ein faszinierendes Erlebnis! Hier verkaufen fast nur Frauen an Frauen. Die Atmosphäre ist ganz besonders.
• Alte Ruinen: In einem verfallenen Dorf wurden wir spontan auf einen Kaffee eingeladen. Die Gastfreundschaft der Omanis ist einfach herzerwärmend.
Ein kleiner Dämpfer: Das berühmte Wadi Bani Khalid war leider völlig überlaufen. Wenn ihr dort hinwollt, versucht es so früh wie möglich unter der Woche – am Wochenende und mittags gleicht es eher einem Freibad.
Silvester-Drama: Das Kamel und der Schuh
Unsere Silvesternacht in der "Pampa" vor Ibra war legendär – wenn auch anders als gedacht. Wir haben Mitternacht glatt verschlafen, aber am nächsten Morgen fehlte Rainers Schuh! Trotz intensiver Suche blieb er verschwunden. Da frische Kamelspuren direkt an der Zeltleiter vorbeiführten, sind wir uns sicher: Irgendwo in der Wüste läuft jetzt ein Kamel mit einer schicken Sandale herum.
Notfall-Tipp: Wenn euch das Equipment im Stich lässt, ist der Lulu Hypermarket in Ibra die Rettung für (fast) alles – inklusive neuer Sandalen für Rainer.
Wüstenzauber im Al Hawijah Camp
Endlich in der Wüste! Wir haben uns gegen die großen Wahiba Sands-Camps und für das Al Hawijah Camp in der Rimad Waldhid Wüste entschieden. Eine absolute Herzensempfehlung!
• Action: Quads-Touren durch die Dünen machen süchtig.
• Romantik: Der Sonnenuntergang mit dem Camp-Chef war unvergesslich.
• Frühaufsteher-Bonus: Um 5 Uhr morgens auf das Kamel zum Sonnenaufgang – hart, aber die Stille ist es wert.
Pro-Tipp für Sand-Fans:
Schnappt euch einen Jutesack und versucht das Dünen-Rutschen. Bei uns hat es zwar nicht ganz geklappt, aber der Spaß (und der Sand in den Ohren) ist garantiert!
















































































Kommentare