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Oman Erleben Woche 2 : Von historischen Lehmdörfern bis zum „Grand Canyon Arabiens“

  • Autorenbild: Kiki
    Kiki
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Unsere zweite Woche im Oman führte uns hoch hinaus – bis auf fast 3.000 Meter. Es war eine Woche voller Kontraste: von der Stille verlassener Bergdörfer über die lebendige Geschichte in Nizwa bis hin zu den atemberaubenden Abgründen des Jebel Shams.


Nizwa & Birkat Al Mouz: Wo die Zeit stehen blieb

Unser Abenteuer startete im Stay Inn (oft auch als The Inn Nizwa gelistet) bei Nizwa. Ein echtes Juwel: Die Chalets sind brandneu, modern ausgestattet mit Whirlpool und einer tollen Terrasse – der perfekte Rückzugsort etwas außerhalb des Trubels.

In Nizwa selbst lernten wir die omanische Gastfreundschaft von ihrer schönsten Seite kennen. Obwohl wir die Parkgebühren-App nicht hatten, zögerte ein lokaler Ladenbesitzer nicht und bezahlte sie kurzerhand für uns. Auch wenn das Nizwa Fort für Besucher bereits geschlossen war (Achtung: Freitags oft nur bis 11:00 Uhr geöffnet!), lohnte sich der Bummel durch die Altstadt und die verzweigten Souqs allemal.



Ein absoluter Geheimtipp für Fotofreunde ist der „Lost Place“ Birkat Al Mouz. Das alte Lehmdorf liegt malerisch am Fuße der Berge und wirkt mit seinen Ruinen und dem alten Falaj- Bewässerungssystem wie eine Filmkulisse.



Das Tor zum Jebel Shams: Al Hamra & Misfat Al Abriyeen

Bevor es in die Hochalpen des Omans ging, besuchten wir Al Hamra. Das dortige „Lebendige Museum“

Bait Al Safah ist ein Muss: Hier sieht man hautnah, wie traditionell Brot gebacken, Dattelsirup gepresst und Parfüm hergestellt wird.



Ein weiterer Stopp führte uns nach

Misfat Al Abriyeen. Das Dorf klammert sich förmlich an den Fels und ist berühmt für seine grünen Palmenhaine. Ein Spaziergang durch die Gärten ist herrlich entspannend und zeigt, wie der Tourismus alten Dörfern neues Leben einhaucht.


Gipfelglück und tiefe Schluchten


Die Fahrt zum Jebel Shams, dem höchsten Berg des Landes, ist atemberaubend. Unser Weg führte uns über steile Pisten zu einsamen Stellplätzen:


Wadi Dofia Dam: Unser Nachtlager auf einer Bergkuppe mit Blick über Al Hamra – Lagerfeuer und Einsamkeit pur.



Sunrise Resort: Auf ca. 2.200 Metern gelegen, bietet es eine fantastische Aussicht. Wer keinen 5-Sterne-Luxus braucht, findet hier herzliche Gastgeber und ehrliches, leckeres Essen.


Kerstin und Rainer vor dem Sunrise Resort
Kerstin und Rainer vor dem Sunrise Resort

Das Highlight: Der Balcony Walk (W6)

Der „Grand Canyon Arabiens“ (Wadi Nakhr) ist gigantisch. Die Felswände fallen über 1.000 Meter senkrecht ab. Wir wanderten den berühmten

Balcony Walk (W6 Trail) direkt an der Kante entlang bis zum verlassenen Dorf Sab Bani Khamis. Trotz der Höhe von 2.000 Metern war es sonnig und warm genug für T-Shirts.



Offroad-Abenteuer im Wadi Nakhr

Zum Abschluss suchten wir uns eigene Wege durch das Hajar-Gebirge. Abseits der Touristenpfade begegneten uns nur Schafe, Ziegen und die Stille der Natur.

Ein krönender Abschluss war die Fahrt ins Innere des Wadi Nakhr: 7 Kilometer kämpften wir uns mit dem Offroad-Wagen durch das Flussbett, gefolgt von einer anspruchsvollen Wanderung zu Fuß. Die Belohnung? Ein traditioneller Kaffee mit Datteln bei einem Einheimischen direkt am Wadi.



Fazit unserer Woche:

Der Oman hat uns mit seiner Landschaft und der Herzlichkeit der "Locals" komplett verzaubert. Wer die Einsamkeit sucht und keine Angst vor steilen Bergstraßen hat, wird hier sein Paradies finden.


Tipps für eure Reise:

Nizwa Fort: Prüft unbedingt die Öffnungszeiten, besonders am Freitag (meist nur bis 11:00 Uhr).

Ausrüstung: In den Bergen wird es nachts empfindlich kalt. Schlafsäcke und warme Jacken sind Pflicht!

Fahrzeug: Ein 4x4 ist für die Strecke zum Jebel Shams und erst recht für die Wadis (wie das Wadi Nakhr) absolut notwendig.

📍 GPS-Koordinaten für die Jebel Shams Region


The Inn Nizwa (Stay Inn)

• Hinweis: Das Hotel in Nizwa bietet eine gute Ausgangsbasis für Fahrten in die Berge.

• Birkat Al Mouz (Ruinen)

• Tipp: Die historischen Ruinen und das Falaj-Bewässerungssystem (UNESCO-Welterbe) liegen direkt am Fuß des Berges.

• Bait Al Safah Museum (Al Hamra)

• Ein lebendiges Museum in der Altstadt von Al Hamra, das traditionelles omanisches Leben zeigt.

• Wadi Dofia Dam (Stellplatz)

• Oft als ruhiger Ort für Zwischenstopps oder zum Campen genutzt.

• Sunrise Resort Jebel Shams

• Eine der bekanntesten Unterkünfte oben auf dem Plateau, ideal für kühle Nächte.

• Balcony Walk Startpunkt (W6 Hike)

• Der Startpunkt für die berühmte Wanderung entlang der Kante des "Grand Canyon of Oman".

• Einfahrt Wadi Nakhr

• Der Einstieg in die spektakuläre Schlucht. Denke hier unbedingt an die Wetterwarnung (Flash Floods)!



Tipps zur Navigation in den Bergen:

Offline-Karten nutzen: Da der Empfang in den Schluchten des Wadi Nakhr oder oben am Jebel Shams oft wegbricht, ladet euch die Region vorab bei Google Maps oder der App Maps.me (sehr gut für Wanderpfade!) herunter.

Wadi Nakhr Offroad: Die Fahrt im Wadi führt direkt durch das Geröllbett. Fahrt hier nur bei trockenem Wetter ein – bei Regen besteht in Wadis Lebensgefahr durch Sturzfluten (Flash Floods).

Militärische Sperrzonen: Wie ihr selbst erfahren habt, sind die absoluten Gipfel (Radarstationen) oft Sperrgebiet. Achtet auf die Schilder „Military Area – No Entry“, um Wendemanöver auf engen Straßen zu vermeiden.



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